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Der Asterisk gehört zu den ältesten Zeichen, die wir heute noch tippen. Sein Name kommt vom griechischen asteriskos, „Sternchen“. Und ja, der Gallier Asterix heißt tatsächlich nach ihm, nach dem französischen astérisque. Obelix passt genauso: Er steckt im Obelus †, dem Kreuz, das im Französischen auch obélisque heißt. René Goscinny kam aus einer Druckerfamilie, die Anspielung war also kein Zufall. Schon um 150 v. Chr. markierte der Leiter der Bibliothek von Alexandria in seiner Homer-Ausgabe mit dem Sternchen Verse, die an anderer Stelle noch einmal vorkommen. Im 3. Jahrhundert übernahm ein Theologe aus Alexandria das System für eine Bibel: Ein Sternchen zeigte dort Stellen, die im hebräischen Text standen, in der griechischen Übersetzung aber fehlten. Mönche schrieben die Zeichen später beim Kopieren der Handschriften einfach mit ab.
Heute ist der Asterisk ein Alleskönner: Er verweist auf Fußnoten, steht in Stammbäumen und Lebensläufen für „geboren“, zensiert Schimpfwörter in Foren und ist beim Suchen der Joker für beliebige Zeichen. Programmierer multiplizieren damit, und als Gendersternchen macht er Texte inklusiv.
5 Strahlen
5 Strahlen, gedreht
5 freistehende Strahlen
| Times New Roman | 6 | tropfenförmige Strahlen |
| Arial | 5 | gerade, kräftige Strahlen |
| Barlow | 6 | gerade Strahlen, abgerundete Enden |
| Source Code Pro | 5 | dünne, gleich starke Linien |
Typografisch ist der Asterisk erstaunlich vielfältig. Das Zeichen U+002A sieht in jeder Schrift anders aus: Die Times New Roman gibt ihm sechs tropfenförmige Strahlen, die Arial fünf gerade und kräftige. Eine Regel für die Zahl der Strahlen gibt es nicht, das entscheidet jede Schrift selbst. Auch die Höhe ist Gestaltungssache: Meist sitzt das Sternchen hochgestellt auf Höhe der Großbuchstaben, damit es als Fußnotenzeichen funktioniert.